Adventskalender Türchen Nr. 3

Günni-Gustav-Hugo Kant – alles ist blöd!

(Günni in der Advents- und Weihnachtszeit? Darüber berichten wir sehr bald! 😊 Hier kommt aber erst einmal ein kleiner Blick darauf, wie es Günni zu Corona-Zeiten geht.)

Günni geht es zurzeit nicht sehr gut, zwar besser als im Mai und Juni, aber trotzdem nicht gut. Als Erstes wurde die Schule geschlossen, damit sich die anderen nicht infizieren. „Ha, ich bin immun gegen alle Krankheiten!“ Das war für ihn nicht einfach, wo er doch schon die Sommerferien so hasst! Also hat er angefangen, sich und seinen Freunden, die ihm zum Glück geblieben sind, gut zuzureden. So meint er, er brauche nie zum Arzt oder etwas essen und so verschwende er keine Zeit. Nur hat er dabei nicht bedacht, dass er sehr viel Zeit hat. Wirklich viel Zeit.

Am Anfang des Lockdowns war die Leere in der Schule noch zu ertragen und er wusste auch noch, wie er sich beschäftigen kann. Seinen Freunden ging es gleich, sie wussten, was sie machen können – verstecken spielen, vergessene Sachen oder Sachen der Lehrer verstecken, Filme gucken. Manchmal hatten sie sogar Lust, aufzuräumen, aber auch nur ganz selten und auch nur von kurzer Dauer. Aber am liebsten haben sie die Bauarbeiter beobachtet und manchmal haben sie sie geärgert. Eins haben sie dabei aber nicht bedacht: das schlechte Gewissen, sodass sie meistens, bevor es jemand bemerkt hat, alles wieder zurückgelegt oder abgebaut haben.

So ging das eine Weile ganz gut, aber irgendwann gingen auch ihnen die Ideen aus, das Bauarbeiterbeobachten wurde langweilig und alle Filme und Serien hatten sie auch schon gesehen, naja, fast alle, aber sie hatten einfach keine Lust mehr, immer nur Filme und Serien zu schauen. Günni wollte seine Familie besuchen oder sie einladen, aber auch das ging nicht, wegen der Ansteckungsgefahr: „Wir können uns doch gar nicht anstecken und auch nichts übertragen!“ Also wollte er seinen Kumpel von der Oberschule besuchen, der wurde allerdings im Bioraum eingeschlossen und auch nicht freigelassen.

Das einzige, was Günni noch blieb, war, mit Doggi „Gassi zu gehen“, auf dem Schulhof! Er war nämlich zwischendurch auch eingeschlossen, aber zum Glück immer nur kurzzeitig. Aber er konnte trotzdem nicht mit Doggi in der Öffentlichkeit spazieren gehen, da alle sie bemerken würden, wenn nur so wenig los ist.

Und dann waren da noch die Lehrer und Lehrerinnen, die „immer nur aufgeräumt haben“ und so hat Günni nichts wiedergefunden und musste immer alles suchen. Das hat zwar immer etwas Zeit in Anspruch genommen, aber auch genervt. Während er gerade zwei Lehrer belauschte (die Namen möchte er nicht nennen), kam ihm die Idee: Er wird etwas machen, wofür ihn alles Schüler und Schülerinnen lieben werden. Er entschloss sich also, alle Bücher in der Mediothek zu lesen und eine kurze Zusammenfassung zu hinterlassen. Ob es geklappt hat, konnte oder vielmehr wollte er nicht sagen. * „Ihr braucht mir nicht zu danken“, Günni*

Das ist aber noch nicht das Schlimmste. Viel schlimmer war, dass Halloween an einem Samstag war und wegen der steigenden Infektionszahlen gar nicht erst stattfinden kann, aber das ist eine andere Geschichte.

P.S. Günni bittet darum, dass sich alle an die Aha-Regeln und natürlich an alle anderen Verordnungen halten, damit er nicht noch einmal so lange so alleine sein muss.

Mara Grotewohl

von Mara

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