Unverpackte Abenteuer – Schülerzeitung für Euch unterwegs

Hi, ich habe mir gedacht, ich schreibe einen Artikel über unverpackt einkaufen, weil der Umweltschutz jetzt immer wichtiger wird. Mich regt z.B. immer auf, dass Obst und Gemüse in Plastik eingewickelt sind, obwohl man das auch weglassen kann. Das würde sehr viel Plastik sparen und das ist sehr wichtig, denn in den Meeren z.B. ist sehr viel Plastik. In manchen ärmeren Ländern liegt sogar unser Müll auf riesigen Müllhaufen, weil es für uns billiger ist, den Müll wegzuschicken statt ihn zu recyclen. Ich finde, dass man das ändern sollte, dafür gibt es gute Beispiele. Also bin sind wir für euch nach Celle, Oppershausen und Langlingen gefahren und habe einige Vorreiter*innen interviewt.

Langlinger Mühlenladen

Wenn ihr gerne backt, aber bewusster einkaufen wollt, dann könnt ihr beim Mühlenladen in Langlingen vorbeischauen. Dort gibt es schon fertige Tüten mit Mehl, aber ihr könnt sie auch auf Wunsch frisch mahlen und auffüllen lassen. Außer Mehl gibt es noch Kraftfutter, Sonnenblumenkerne, Vogelfutter, Saaten und Dekoartikel. Eigene Verpackungen sind mitbringbar. Außerdem kann man sich Schrot machen lassen.  Die Produkte sind nicht aus dem Ausland und teilweise Bio. Die Chefin Frau Berndt hat uns erzählt, dass Leute sogar aus Hannover kommen, um dort einzukaufen. Der Laden liegt mitten auf dem Land.

Severlohs Kartoffelkiste

Wenn man auf den Hof in Oppershausen kommt, wird man sofort vom Hofhund Harry begrüßt. Am besten ist es, wenn du eine Tasche mitnimmst. Wenn du Glas von eingelegtem Kürbis z. B. wieder zurückbringst, bekommst du zwar kein Pfand, aber Sabine Severloh, eine der Chefinnen, meinte, dass sie sich darüber freuen. Denn die Gläschen werden wiederverwendet. Auf die Milchpackungen bekommt man Pfand. 

Hier gibt es Eingelegtes, Kartoffeln, Schokolade, selbst Genähtes, Eier, Käse, usw. Hier kaufen auch Köche hier ein. Wir haben es gesehen.                                                                                                               Die Eier sind von den Hühnern, die ein großes Auslaufgehege auf dem Hof haben, aber weil sie sehr neugierig sind, quetschen sie sich, wenn jemand kommt, zusammen, um zu gucken, wer da ist. 

Fast alles ist unverpackt und das meiste kommt aus der direkten Region.

Ökokost

Zwar ist nur ein kleiner Teil des bekannten Bioladens in der Altenceller Torstraße in Celle unverpackt, dennoch kann man sich dort immerhin z.B. Nüsse, Süßigkeiten, Getreide und Nudeln ohne Verpackung kaufen. Man muss sich keine eigenen Dosen mitnehmen, denn dort gibt es auch kostenlose Tüten und Gläser. Wie man das Ganze benutzt, steht auf einem Blatt, das neben den Produkten hängt. Etwas Ähnliches gibt es auch beim Waschmittel, etwas weiter links. Dadurch, dass Waschmittelflaschen nicht recycelt werden können, muss man sich eine eigene mitbringen. Das spart dann aber umso mehr Plastik.

Loserei

Last but not least kommt nun die Loserei von Kerstin Vansbotter. Das ist im Raum Celle der Unverpackt-Laden schlechthin.

Man wird, wenn man reinkommt, freundlich in das Einkaufssystem eingeführt und kann sich auch so viel Behältnisse, wie Tüten und Gläser, kostenlos nehmen, wie man will. Aber man kann auch seine eigenen Tupperdosen mitbringen. Zu den ca. 300 Artikeln gehören Lebensmittel wie Mehl, Körner, Süßigkeiten, Müsli usw., aber auch Reinigungsmittel, Beautyprodukte und Gemüsebrühe. Wir haben z.B. auch Trockenobst, mehrere Kaffee- und Teesorten, Gewürze, Nudeln, Quinoa und Öle gesehen. Was in den Produkten enthalten ist, steht in einem Buch. Alle sind bio und manche Sachen sind auch vegan. Die Produkte kommen ausschließlich aus Deutschland und du kannst mit Karte bezahlen.

Wir haben eine Kundin „der ersten Stunde“ namens Monika Schäfer-Ehlert kennengelernt, die hier regelmäßig einkauft. Sie meint, dass man viel Müll spart und viel bewusster einkauft, wenn man in den Unverpackt-Laden geht. Sie kommt oft hierher und freut sich, dass es immer wieder neue Sachen zu kaufen gibt. Sie macht auch gern anderen Leuten mit Unverpackt-Geschenken eine Freude.

Die Inhaberin Kerstin Vansbotter sagt, dass sie aus Überzeugung wegen des Umweltschutzes und wegen der Gesundheit unverpackte Waren verkauft. Außerdem kosten sie auch nicht mehr als andere Bioprodukte. 

Fazit:

Leute, kauft unverpackt!

Autorin: Leona Weick

Fotos: Clarissa Wellnitz

von Leona Weick

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.