„Trennlinien in der Gesellschaft und deren Überwindung“ –Tschechienaustausch vom 21.10.2019 bis zum 26.10.2019

Am Montagabend um kurz nach fünf kamen sie endlich an – unsere tschechischen Austauschpartner. Den ersten Kontakt hatte man zwar schon über WhatsApp seit den Herbstferien, aber wirklich genau kannte man sich eigentlich noch nicht. Von der langen Busfahrt müde und erschöpft ging es gleich nach Hause, denn am nächsten Tag wartete auch schon ein volles Programm auf uns.

Zuerst haben wir uns wieder in der Schule getroffen und zum Kennlernen und besseren Namenmerken Spiele im Forum gespielt. Danach ging es in einen freien Klassenraum, wo wir in Gruppenarbeit, natürlich in deutsch-tschechischen Gruppen, zum Thema Plakate erstellt haben. Die genauen Themen waren: „Ost-West“; „Anywheres / Somewheres“; „gewaltbereite Gruppierungen“ und „Klöster“. In meiner Gruppe zu dem Thema „Ost-West“ haben wir dafür erst Texte gelesen, dann die wichtigen Punkte markiert und herausgeschrieben, um sie danach auf das Plakat zu bringen. Am Ende haben wir noch ein Paar Bilder dazu aufgeklebt. Nach dem Mittagessen in der Mensa fuhren wir nach Wienhausen in das Kloster, wo wir um 14.00 Uhr sehr informativ durch die Gebäudekomplexe und Gartenanlagen geführt wurden. Daraufhin machten wir einen Theaterworkshop zu dem Stück „Aus dem Nichts“ in der CD-Kaserne von 16.00 bis 17.30 Uhr, wo wir mithilfe verschiedener Übungen und Spiele selbst ausprobieren konnten, wie es ist zu schauspielern. Zum Beispiel haben wir einzelne Szenenausschnitte des Original-Stückes nachgespielt. Um ca. 18.00 Uhr kamen wir dann wieder an der Schule an.

Am Mittwoch waren wir wieder zuerst in der Schule, um unsere Plakate fertigzustellen und sie uns gegenseitig vor allen zu präsentieren. Mir persönlich gefiel vor allem das Thema „Anywheres / Somewheres“ gut, da diese Gruppe auch die Zuschauer interessant eingebunden hat. Aus den Plakaten wurde eine Stellwand für das Schulforum gemacht. Nach dem Schulmittagessen fuhren wir dann nochmals nach Celle, diesmal für einen Stadtrundgang durch Celle mit anschließender, selbstorganisierter Freizeit bis um 19.30 Uhr, da um 20.00 Uhr die Vorstellung zum Theaterstück „Aus dem Nichts“ in Halle 19, der CD-Kaserne, losging. Das Stück handelte von einem Gerichtsprozess nach einem Sprengstoffattentat und von den Folgen für die betroffenen Menschen; danach ging es zurück zur Schule und nach Hause.

Am Donnerstag fuhren wir vormittags für eine Führung durch die Gedenkstätte Deutsche Teilung nach Helmstedt / Marienborn, wo uns der Ablauf von Personen- und Wagenkontrollen in die DDR hinein ausführlich erklärt und teilweise auch demonstriert wurde, wozu wir alle Gebäude von außen, manche sogar von innen gezeigt bekamen. Nach der sehr interessanten Führung ging es schon wieder weiter zu einer anderen spannenden Führung: nämlich nach Braunschweig zu einer Stadtführung mit dem Thema Migrationsgeschichte. Hier wurden uns an verschiedenen Orten und Stellen der Stadt verschiedene Dinge gezeigt und erklärt, so vor allem, wie sich Braunschweig durch die Jahrhunderte auch durch Migration entwickelt hat und von Migration geprägt wurde. Danach hatten wir wieder freie Zeit in der Stadt selbst zur Verfügung, bevor wir wieder zurückfuhren.

Am letzten Tag mit Programm, Freitag, haben wir nach den ersten beiden Stunden Unterricht den Heide-Park Soltau besucht, wie bei jedem anderen Tschechienaustausch an unserer Schule auch. Nachdem wir den Tag ergiebig zum Achterbahnfahren genutzt hatten (, da es unter der Woche war und wir von vormittags bis nachmittags da waren, konnten wir wirklich sehr viel fahren); ging es kurz wieder nach Hause, um dann kurz danach nach Lachendorf zu einem deutschen Austauschschüler nach Hause zu fahren, bei dem wir glücklicherweise unsere Abschlussparty machen durften.

Am Samstag schon um 7.00 Uhr früh morgens hieß es dann Abschiednehmen von unseren Austauschpartnern, die wir erst Ende Februar in der Nähe von Prag in Tschechien wiedersehen werden.

Außerdem geht noch ein herzlicher Dank wieder an den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, der unsere Arbeit mit einer großzügigen Fördersumme unterstützt.

von Karen Heuer

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