Hausaufgaben – Was darf man? Wie sollte man?

Bei dem Thema Hausaufgaben hat jeder seine ganz eigene Meinung, die natürlich auch immer richtig ist. „Die Lehrer geben immer zu viel auf!“, quengeln die meisten Schüler. „Die Schüler von heute sind einfach nur zu faul geworden!“, beschweren sich manche Lehrer. Doch was ist laut dem Gesetz wirklich erlaubt und was nicht? Gibt es überhaupt so ein universelles Gesetz für Hausaufgaben? Ich habe mich auf die Suche nach einer Antwort auf diese Frage begeben – und bin größtenteils auf unverständliches Kauderwelsch gestoßen. Da ich aber in Latein recht gut bin (J), ist es mir gelungen, ein bisschen zu übersetzen und es hier für euch mal wiederzugeben:

– Die Hausaufgaben müssen in den Unterricht eingebunden sein und es muss möglich sein, sie selbstständig zu erleHausaufgabendigen.

– Die Hausaufgaben müssen auf Nachfrage der Schüler im Unterricht besprochen werden.

– Hausaufgaben dürfen an sich nicht benotet werden, da man nie weiß, wer sie wirklich gemacht hat, man darf aber bewerten, wie gut man sich mit diesen mündlich am Unterricht beteiligt.

Aber jetzt das, was wahrscheinlich alle hier am meisten interessiert: Wie viel darf man aufgeben? Dazu gibt es glücklicherweise auch ein paar Richtlinien:

Erste bis vierte Klasse (Primarstufe): 30 Minuten

Fünfte bis zehnte Klasse (Sekundarstufe, Werte richten sich nach G13): 1 Stunde

Der Rest (Oberstufe): 2 Stunden

Dabei ist aber zu beachten, dass diese Werte pro Tag gelten, was heißt, dass das tägliche Limit für Hausaufgaben bei einem Fünftklässler bei einer Stunde liegen sollte. Wenn allerdings deutlich mehr Zeit für die Hausaufgaben benötigt wird, sollte man mal mit den Eltern und Lehrern sprechen, um mögliche Probleme zu klären. Ansonsten habe ich hier natürlich noch nicht meine Nachforschungen abgebrochen (der Artikel wäre sonst zu kurz geworden), sondern habe noch ein paar hilfreiche Tipps gefunden, um euch das Erledigen der Hausaufgaben vielleicht noch ein wenig zu erleichtern:

– Versuche die Aufgaben erstmal alleine zu lösen. Es ist nicht Sinn der Sache, dass deine Eltern nachher den Stoff können. Nachfragen können aber jederzeit an Eltern oder Lehrer gestellt werden.

– Erstelle dir einen Zeitplan für das Erledigen der Hausaufgaben, damit du nicht plötzlich vor einem riesigen Berg stehst.

– Erledige abwechselnd mündliche (Vokabeln zum Beispiel) und schriftliche Aufgaben.

– Lerne mit Freunden.

– Versuche Interesse für jedes noch so langweilige Thema zu finden.

– Mache auch mal Pause.

– Belohne dich selbst bei erfolgreicher Bearbeitung (z.B. Bonbons, Treffen mit Freunden).

– Finde heraus, zu welcher Tageszeit, wo und wie du am besten lernen kannst, das ist ganz individuell.

– Fange frühzeitig vor einer Arbeit an zu lernen.

– Halte deine Mappen immer ordentlich.

Und das Wichtigste von allen:

Wenn du irgendetwas nicht verstehst oder Probleme hast, dann traue dich, den Lehrer anzusprechen. Er wird dir schon nicht den Kopf abbeißen, schließlich ist es sein Job, dir zu helfen. Auch wenn du und deine Klassenkameraden der Ansicht seid, dass er zu viel aufgibt, hilft meistens schon ein kurzes Gespräch, denn wenn eine Klasse leistungsschwach ist, muss es nicht immer an den Schülern liegen. Ich hoffe, diese Tipps helfen dir vielleicht ein wenig weiter, auch wenn du wirklich meistens nur den Mund aufkriegen musst, um dein ganzes Schulleben zu erleichtern.

Quellen: www.schure.de

von Maxine Eicker

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