Fridays for Future (FFF) – auch in Celle!

„Fridays for Future“ sind das Motto von Schülerdemonstrationen, die wollen, dass etwas gegen den Klimawandel getan wird, weil es um die Zukunft geht. Angefangen hat alles mit der Schwedin Greta Thunberg, die an mehreren Freitagen nicht zur Schule kam, weil sie auf der Straße war, d.h. sie demonstrierte, und mit der Zeit gesellten sich andere Schüler dazu. Mittlerweile gibt es weltweit Demonstrationen – auch in Celle.

Dazu haben wir eine Schülerin, die regelmäßig in Celle demonstriert, interviewt.

SZ: Wie oft gab es in Celle schon Fridays for Future Demonstrationen?

Schülerin: In Celle gab es bisher 4 Demonstrationen, die erste am 15. Februar, die letzte am 26. April.

SZ: Wie viele Schüler sind ungefähr zu einer Demonstration gekommen?

Schülerin: Bei unserer größten Demo waren wir 500, wir sind für gewöhnlich so 300-500.

SZ: Musste die Polizei schon einmal eingreifen, wegen Randale, …?

Schülerin: Die Polizei musste noch nie eingreifen. Auf den Demos ist grundsätzlich immer eine friedliche und rücksichtsvolle Stimmung untereinander. Wir sind ja fast alle Schülerinnen und Schüler und von der fünften Klasse bis zur Oberstufe sind alle dabei.

SZ: Warum finden die Demonstranten, dass Greta Thunberg Recht hat und warum unterstützt ihr sie?

Schülerin: Bei unseren Protesten geht es in erster Linie nicht um Greta. Sie hat den Anstoß gegeben, durch sie hat sich die Idee der Schulstreiks verbreitet. Es geht bei Fridays for Future aber um die Klimakrise und Klimagerechtigkeit. Wir unterstützen die Bewegung, weil wir in der Schule und in den Nachrichten aufgepasst haben. Die Klimakrise ist wissenschaftlich belegte Realität. 2016 ist das Pariser Klimaabkommen in Kraft getreten, unsere Bundesregierung setzt sich seit Jahren Klima-Ziele. Ihre eigenen Ziele, aber auch das Pariser Abkommen, verfehlt die Regierung immer wieder. Wir wollen diese Fahrlässigkeit gegenüber der Erde und unserer Zukunft nicht weiter hinnehmen. Deshalb gehen wir auf die Straße.

SZ: Hat jemand von Greta Thunberg schon einmal in „Real Life“ gesehen?

Schülerin: Ich persönlich kenne niemanden, der Greta schon mal live gesehen hat. Ich weiß von einigen Leuten, die sie auf Demos in Berlin und Hamburg gesehen haben.

SZ: Wodurch hast du von Fridays for Future erfahren?

Schülerin: Ich habe durch die Nachrichten von FFF erfahren, nach den ersten großen Streiks im Januar. Direkt im Anschluss haben wir auch mit ein paar Leuten Fridays for Future Celle gestartet.

SZ: Sind auch Lehrer*innen bei Demonstrationen gewesen?

Schülerin: Wir hatten eine Demo in den Osterferien, dort waren auch ein paar Lehrer*innen. In anderen Städten kommen die Lehrer*innen teilweise geschlossen mit ihren Klassen zu den Demos, teilweise sind, z.B. in Hannover, auch schon ganze Schulen anwesend gewesen, wenn ich mich nicht täusche. Aufgrund ihres Beamten-Status ist es teilweise aber auch schwierig, während der Schulzeit teilzunehmen.

Ach ja! Falls es Leute gibt, die Interesse haben, bei FFF aktiver zu werden: Wir treffen uns alle zwei Wochen in Celle. Infos dazu gibt es auch immer in unseren WhatsApp-Gruppen. Falls Transport ein Problem ist, lässt sich das sicherlich über Fahrgemeinschaften klären, wir haben auch ein paar Leute aus Lachendorf und Umgebung bei uns, wenn ich mich nicht täusche. Wir würden uns freuen, wenn wir Schüler von euch sehen.

SZ: Vielen Dank für das Interview!

Die nächste Demonstration in Celle wird am Freitag, 24.05.2019, stattfinden. Dies ist kurz vor der Europawahl und es wird an dem Tag, wie auch schon am 15.03., weltweit Demonstrationen geben. Am 15.03. waren über 2 Millionen Schüler und Schülerinnen auf der Straße. Die Demonstrationen sind aber leider von der Schule aus nicht gestattet und gelten als Krankheitstage oder als Schwänzen.

von Mara Grotewohl

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